Mädchen zu starken Frauen erziehen

Mädchen zu starken Frauen erziehen

Bei Babysits, 6 Leseminuten

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Am 8. März findet der Internationale Frauentag statt. Um das gebührend zu feiern, möchten wir euch heute Tipps geben, wie ihr eure Töchter zu starken Frauen erziehen und ihnen helfen könnt, sich selbstbewusst und wohl zu fühlen.

Um später einmal eine starke Frau zu werden, müssen Mädchen so erzogen werden, dass sie an sich selbst glauben, sich ihrer Position in dieser Welt bewusst sind und ihr Umfeld kritisch betrachten. Doch wie können wir diese Werte an unsere Töchter weitergeben, sodass sie bewusste Entscheidungen für sich selbst und für andere treffen können? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir hier eine Liste mit Tipps für die Erziehung von starken Frauen für euch.

Ermutigt sie, selbstständige Entscheidungen zu treffen

Bewusste Entscheidungen zu treffen ist ein wichtiger (und oft einschüchternder) Teil des Lebens. Wenn ihr eurer Tochter erlaubt, eigenständige und selbstständige Entscheidungen zu treffen (welches Instrument sie spielen möchte, welche außerschulischen Aktivitäten sie machen möchte, ...), könnt ihr damit ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstsicherheit für das Treffen von Entscheidungen enorm stärken. Mit diesen kleinen Entscheidungen legen sie einen wichtigen Grundstein für die Zukunft, wenn es darum geht, sich für eine Universität oder eine Ausbildung zu entscheiden.

Helft ihr, ihre Leidenschaften zu entdecken

Wir alle haben verschiedenen Leidenschaften, aber diese Leidenschaften in der Jugend zu entdecken, kann eine sehr stärkende Erfahrung sein. Die Autorin des Buchs "Meine beste Feindin" Rachel Simmons erklärt, dass das Engagement für eine Aktivität, die einem Mädchen wichtig ist, positive Auswirkungen haben kann. Dadruch können Herausforderungen besser gemeistert und das Selbstbewusstsein sowie die Resilienz gestärkt werden. Es gibt ihr dadruch die Kraft, intrinsische Werte über Äußerlichkeiten zu stellen.

Scheitern ist in Ordnung

Wenn wir unsere Töchter dazu animieren wollen, risikobereite Abenteurerinnen zu sein, müssen wir ihnen auch zeigen, dass es vollkommen in Ordnung ist, zu scheitern. Ihnen zu zeigen, dass das Fehlermachen dazugehört und sogar positiv sein kann, hilft ihnen, Risiken mutig gegenüberzutreten und regelmäßig ihre Komfortzone zu verlassen. Mitfühlend mit uns selbst zu sein, wenn wir Fehler machen, hilft den Kindern, sich selbst zu akzeptieren und mutig zu sein.

Ihr müsst nicht immer sofort zu Hilfe eilen

Wenn ihr euren Töchtern immer sofort zu Hilfe eilt und alle Herausforderungen für sie meistert, nehmt ihr ihnen die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen und die Situation selbst zu lösen. Stattdessen solltet ihr euren Töchtern den Raum und die Autonomie geben, manche Situationen selbst zu lösen, um ihr Durchhaltevermögen und ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Werdet aktiv!

Sich während der Jugend sportlich zu betätigen hat Auswirkungen auf die Gesundheit im Erwachsenenalter. Leider gibt es viele Mädchen, die während der Pubertät mit dem Sport aufhören, während bei Jungs oft das Gegenteil der Fall ist. Eine Studie von Sport- und Bewegungswissenschaftler Dr. Zhu zeigt, dass schon eine bis drei Sporteinheiten die Woche helfen können, hohem Blutdruck, Angststörungen und Depressionen vorzubeugen. Wenn ihr eure Töchter also in der Kindheit dazu ermutigt, aktiv und sportlich zu leben, helft ihr ihnen dabei, diesen Lebensstil ein ganzes Leben lang zu verfolgen.

Macht Komplimente für den Charakter, nicht das Aussehen

Als Eltern möchte man so gut es geht vermeiden, dass die Kinder sich eher über ihr Aussehen als über ihre Persönlichkeit, Fähigkeiten oder ihren Charakter defininieren. Diese Herausforderung kann schon zu Hause angegangen werden. Anstatt eure Töchter für ihre Schönheit zu loben, könnt ihr ihnen Komplimente für ihre Stärken wie zum Beispiel ihre Empathie, ihren Humor oder ihre Intelligenz machen. Natürlich schadet es nicht, zwischendurch auch mal ein Kompliment zur Frisur oder zum Outfit zu machen, jedoch sollte das nicht die Basis eures ganzen Lobs sein.

Verschiedene Studien zeigen, dass Mädchen oft die Beziehung der eigenen Mutter zu ihrem Körper kopieren. Wenn ihr also wollt, dass eure Tochter eine positive Beziehung zu ihrem Körper und ihrem Aussehen hat, solltet ihr mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn die Mutter sich pflegt und den eigenen Körper wertschätzt, wird die Tochter das wahrscheinlich auch tun. Leider gilt das jedoch auch im umgekehrten Fall. Wenn sie von der Mutter immer nur hört, wie unzufrieden sie mit sich selbst ist, wird sie früher oder später wahrscheinlich auch anfangen, sich selbst zu kritisieren.

Sie muss kein "liebes Mädchen" sein

Wir bringen unseren Töchtern oft bei, dass sie "lieb" und "nett" sein sollten. Auf den ersten Blick klingen das wie zwei tolle Eigenschaften, die man den Kindern gerne mitgibt. Doch wenn man genau hinsieht, erkennt man, warum der Fokus auf diese Qualitäten problematisch sein kann. Ein "liebes Mädchen" zu sein, bedeutet oft, leise, liebenswürdig und gefällig zu sein. Ein "liebes Mädchen" würde sich nicht trauen, älteren Menschen kritisch zu begegnen und behält ihre unpopuläre Meinung für sich. Dieses Verhalten kann sich bis ins Erwachsenenalter halten. Wenn sie in ihrer Jugend nicht die Möglichkeit bekommt, ihre Meinung klar zu vertreten, kann es sein, dass sie als Erwachsene genau damit Probleme haben wird.

Um dieser Situation vorzubeugen, sollten wir unseren Töchtern den Wert ihrer Stimme zeigen. Wenn sie ihre Meinung oder eine Idee kundtut, solltet ihr zuhören und sie ernst nehmen. Das wird ihren Charakter sowie ihre Bindung zu euch stärken.

Es ist auch wichtig, dass sie weiß, dass es in Ordnung ist, mit ihren Eltern nicht einer Meinung zu sein. Auch wenn das vielleicht manchmal unlogisch erscheint, ist das kritische Denken und Hinterfragen eine sehr wichtige Qualität und Eigenschaft.

Haltet den Medienkonsum in Grenzen

Der Online-Zeit Limits zu setzen kann euch helfen, die negativen Effekte der Medien zu minimieren. Dr. Diane Levin erklärt, dass das ständige Online-sein und der kontinuierliche Kontakt mit Freunden und Freundinnen sowieso noch früh genug kommt. Wenn man schon in der Kindheit einen gesunden Umgang erfährt, kann man später leichter selbst damit umgehen. Ihr solltet außerdem offen mit eurer Tochter über die Inhalte sprechen und ihr zeigen, wie sie diese kritisch hinterfragen und verarbeiten kann.

Liebt sie unendlich

Der letzte Punkt ist zugleich der wichtigste in dieser Liste. Wenn ihr eure Töchter unendlich liebt und ihnen das auch regelmäßig zeigt, ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.


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